Klima und die Praxis

Die Zukunft unserer Kinder hängt von heute ab. Das gilt insbesondere auch für die Umwelt, die sie vorfinden werden, wenn sie selbst erwachsen sind, vielleicht eigene Kinder möchten und ein gutes Leben leben wollen. Ein gutes Leben, heißt das: Viel Konsum?

Aus meiner Sicht heißt ein gutes Leben: Schutz vor Wetter und Unwetter durch ein Dach über dem Kopf, eine gesunde und ausreichende Ernährung, genügend Kleidung, Teilhabe am kulturellen Leben und ganz besonders: Gute Familie und Freunde. Daten unterstützen dies: Eine über Jahrzehnte angelegt Beobachtungsstudie hat herausgefunden, dass der wichtigste Faktor für Zufriedenheit und ein langes Leben die guten Beziehungen zu anderen waren, die die Teilnehmer hatten. Alles andere war nachrangig.

Dies alles steht auf dem Spiel durch unseren gegenwärtigen Lebensstil, der auf Nachhaltigkeit keine Rücksicht nimmt. Wir verbrauchen unsere Welt viel schneller, als diese sich erholen kann, mit der Folge von Zerstörung ganzer Landschaften, unwiederbringlichem Verlust von Pflanzen- und Tierarten, viel zu schnell viel zu stark steigenden Jahrestemperaturen, zunehmender Dürre, steigenden Meeresspiegeln, verheerenden Unwettern, was alles dazu führen wird, dass große Teile der Welt für uns Menschen unbewohnbar werden – und wohin mit den Menschen dort? Völkerfluchten und Massensterben sind jetzt schon erkennbar und werden stark zunehmen, auch mit der Folge von Krieg ums Überleben, wenn wir nicht die Reißleine ziehen. Wir können als Einzelmenschen nicht die Welt retten, dazu braucht es internationale Anstrengungen. Deutschland steht dabei nicht als Glanzlicht da, China ist schneller und gründlicher. Vielleicht können wir als Einzelne aber doch einen Tropfen auf den heißen Stein leisten, und steter Tropfen höhlt den Stein – oder wollen wir sagen, wir haben es nichtmal versucht?

Die Praxis bezieht daher Ökostrom und spart durch Abschalten und Energiespargeräte, wir nutzen Thermostate und senken nachts die Temperatur ab, es wird stoßgelüftet. Markisen – von den Eigentümern letztes 2023 installiert – verhindern zumindest teils, dass sich die Praxis im Sommer überhitzt. Eingekauft wird möglichst nachhaltig. Die Ärztin hat kein eigenes Auto, sondern fährt E-Bike oder, wenn das Wetter zu schlimm ist, auch schimpfend mit den „Öffentlichen“. OK, manchmal geht es dann auch nicht ohne Auto, wenn der Transport von Dingen zu schwierig wird, so 1 x /3 Monate. Auch zuhause wird das übrigens so gehalten. Flugreisen machen wir nicht mehr, und jetzt kommt noch etwas wichtiges.

Ein nicht geringer Anteil an deutschen CO2-Emission liegt beim Gesundheitssystem: ca. 5%. Davon entfallen 15% auf Asthmasprays! Wenn also Ihr Kind älter als 5 Jahre ist und noch ein Spray einsetzt, dann sollten wir das auf eine Pulverinhalation umstellen. Das erfordert etwas Anpassung, sollte aber klappen. Sprechen Sie uns an!...das gilt natürlich auch für Ihr eigenes Spray, Ihre Hausärztin kann Sie bestimmt beraten. Und Sie nun diese.